Lüften und Heizen
Effektiv Heizen und Geld sparen
Die Fenster im Griff

Den Dreh raus

Ihr Wohnklima wird neben der Feuchte von der Temperatur bestimmt, die in der Wohnung herrscht. Heizen und Lüften bedingen sich gegenseitig. Wenn Sie dies beim Heizen beachten, können Sie mit wenig Aufwand eine hervorragende Luftqualität erzeugen - und dabei auch Heizkosten sparen. Dieser Effekt kann mit modernen Wärmeschutzmaßnahmen noch erhöht werden.

Schalten Sie den Heizkörper ab, wenn Sie das Fenster öffnen.

Bleibt das Ventil offen, lüften Sie die Wärme und damit Ihr Geld zum Fenster hinaus. Ein weiterer Vorteil des Abschaltens: Die Abkühlung im Raum erinnert Sie daran, das Fenster nach der gewünschten Lüftungsdauer wieder zu schließen.

Schalten oder drosseln Sie die Heizung nachts ab.

Wenn Sie nachts die Raumtemperatur verringern, sparen Sie Energie und schonen Ihren Geldbeutel. Ein Griff an das Heizkörperventil genügtl Oder Sie nutzen den Raum- bzw. Heizungsregler. Beachten Sie: In einem abends ziemlich feuchten Raum (mehr als 65% relative Feuchte) sollte man die Temperatur nur absenken, wenn vorher ausreichend gelüftet wurde, um die Raumluft zu trocknen.


Immer wichtiger: Wärmeschutz

Bei Neubauten sind die Wärmeverluste über die Gebäudefassade nur etwa halb so groß wie noch vor 15 Jahren. Dazu haben u.a. Dämmstoffe wie Mineralwolle und Polystyrol, moderne Leichthochlochziegel und Wärmeschutzfenster beigetragen.

Früher spielte der Wärmeschutz beim Bauen kaum eine Rolle. Die Folgen spüren wir in älteren Gebäuden:

• hohe Heizkosten durch Wärmeverluste
• ungemütlich niedrige Temperaturen an Außenwänden oder am Fußboden
• Schimmelpilzgefahr durch kalte Wände in Verbindung mit zu geringer Lüftung

Dies hat sich geändert.


Problem „Wärmebrücken"

Kopfzerbrechen bereiten die so genannten „Wärmebrücken". Diese Stellen sind weniger als die übrige Wand gegen Wärmeverluste geschützt. Vor allem in Gebäudeecken, im Bereich um die Fenster und bei Balkonanschlüssen ist das Risiko einer feuchten Wand sehr hoch - Schimmelpilzgefahr!
 
 


Wohl temperiert

Halten Sie die Türen zu weniger beheizten Räumen geschlossen.

Versuchen Sie nicht, kühle Räume mit der Luft aus wärmeren Räumen zu heizen. Dadurch gelangt nicht nur Wärme, sondern auch Feuchte in den kühlen Raum. Die relative Luftfeuchte steigt und erleichtert das Wachstum von Schimmelpilz. Temperieren Sie also auch kühlere Räume mit dem Heizkörper.

Alles dicht?

Für den Wärmeschutz spielt neben der Dämmung auch die Dichtheit des Gebäudes eine wichtige Rolle. Sie zeigt an, wie viel Luft durch Undichtheiten (z.B.Fensterfugen) in das oder aus dem Gebäude gelangt. Bei modernen Fenstern mit Gummidichtungen ist der Luftaustausch über Fugen stark vermindert worden: Unkontrollierte „Lüftung" findet kaum mehr statt.

Mögliche Undichtheiten in Ihrer Wohnung sind:

• Fugen, z.B. in Wohnungstür und Fenstern
• Anschlüsse, z. B Wand - Dach
• Durchdringungen für Rohrleitungen
• Risse in der Wand.


Heizen Sie alle Räume ausreichend.

Kalte Luft kann weniger Wasser aufnehmen als warme. Beachten Sie daher folgende Empfehlungen: Schlafräume: Pro Nacht gibt jede Person etwa 300 Gramm Wasser an die Raumluft ab. Die Temperatur in Schlafräumen sollte nicht unter 16°C sinken, da es sonst zu Kondensation von Feuchtigkeit kommen kann. Ungenutzte Räume: Temperieren Sie auch die Räume, die kaum bzw. nicht genutzt werden.

Behindern Sie die Wärmeabgabe des Heizkörpers nicht.

Wenn Heizkörper durch Verkleidungen oder Fensterbänke zugebaut bzw. durch Vorhänge oder Cardinen verdeckt sind, kann weniger Wärme in den Raum abgegeben werden. Die gewünschte Raumtemperatur kann - in ungünstigen Fällen - nicht erreicht werden.

Moderne Lüftungsanlagen erleichtern effektives Heizen.

Durch den Einsatz einer Lüftungsanlage vereinfacht sich das Lüften und das Heizen, da in der Lüftungsanlage Wärme zurückgewonnen wird und auch die Verteilung der frischen Luft im Haus automatisch erfolgt.

Temperaturunterschiede Temperaturunterschiede beeinflussen die relative Feuchte nicht nur innerhalb eines Raumes, sondern bei geöffneten Türen auch in der gesamten Wohnung. In kalten Räumen kann sich feuchte warme Luft aus Nachbarräumen als Kondenswasser niederschlagen.